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Rudolf Schwaiger

Holzskulpturen

Rudolf Schwaiger - Berta, WVZ 185
Berta, WVZ 185

Steine

Rudolf Schwaiger - Relief Sauna, WVZ 221
Relief Sauna, WVZ 221

Bronzen

Rudolf Schwaiger - Amphora II, WVZ 257
Amphora II, WVZ 257
Rudolf Schwaiger - Torso, WVZ 302
Torso, WVZ 302
Rudolf Schwaiger - Judith, WVZ 231
Judith, WVZ 231
Rudolf Schwaiger - Weicher Maschanska, WVZ 243
Weicher Maschanska, WVZ 243
Rudolf Schwaiger - Die drei saligen Weiber, WVZ 213
Die drei saligen Weiber, WVZ 213
Rudolf Schwaiger - Nana, WVZ 172
Nana, WVZ 172
weitere Werke:
Rudolf Schwaiger
Rudolf Schwaiger

1924 geboren in Ebensee, OÖ
1938 bis 1942 Holzbildhauer-Fachschule in Hallstatt
1946 bis 1951 Studium bei Fritz Wotruba an der Akademie der Bildenden Künste Wien
Mitglied der Wiener Secession
1979 gestorben am 3. Juni in Wien

Ausstellungen (Auswahl)
1957 Wiener Secession und Neue Galerie Linz
1959 Werkbund Graz
1962 Wiener Secession mit Alfred Hrdlicka
1971 Kunstverein Bremerhaven

Rudolf Schwaiger zählt zu den Wotruba-Schülern der ersten Stunde und bildete mit Oskar Bottoli und Franz Fischer ein unzertrennliches Trio. Ab 1958 waren wir Nachbarn und dann Freunde und eine zeitweilige Arbeitsgemeinschaft. Schwaiger lässt sich den Hallstatt-Bohemiens zurechnen, also Bildhauern, die aus der dortigen Fachschule hervorgegangen sind und an der Akademie für Urwüchsigkeit sorgten.
Die Mischung von Regelmäßigkeit, Genauigkeit, Boheme und Vitalität kennzeichnet seine Arbeitsweise. Er hatte ein sehr sicheres Urteil und wäre ein hervorragender Lehrer gewesen, hätte man ihm Gelegenheit gegeben, an der Akademie zu unterrichten. Ich war 1963 mit ihm zusammen an der Salzburger Sommerakademie, dort hat er es verstanden, in relativ kurzer Zeit Leuten, die aus den verschiedensten Beweggründen und Himmelsrichtungen sich zusammenfanden, so etwas wie eine gemeinsame Zielsetzung zu vermitteln. Er war in vieler Hinsicht objektiver in der Bewertung der Arbeiten als ich, was überhaupt eine auffällige Eigenschaft an ihm war.

Schwaigers Werk bloß auf sinnesfroh zu reduzieren wäre albern. Ein Stück Wotruba-Schule steckt in all seinen Arbeiten, was die Anordnung von Masse und das Vermeiden jedweder Dramatisierung anlangt, die barocke Weiblichkeit war ihm weniger ein persönliches Anliegen als tektonischer Vorwurf. Er wühlt nicht im Fleisch, er ordnet.

Vom Temperament her neigte er zum Volkstümlichen, was im auffälligen Gegensatz zu seinen strengen Kompositionsvorstellungen stand.

Alfred Hrdlicka (1984)





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